Auf meinen Wegen durchs Leben halte ich das Wundervolle, das ich durch meine Augen sehe, auch gerne im Bild fest. Die Fotografie faszinierte mich bereits in Tagen, als von Smartphones nur geträumt werden konnte. Doch heutzutage nutze ich gerne die Kamera dieser technischen Errungenschaft, die es mir leicht macht, mich auch fotografisch auszuleben.

So dokumentiere ich seit ein paar Jahren, was mir vor die Füße oder ins Auge fällt, und entdecke dabei auch Zeichen, die ich und viele andere mit der Liebe in Verbindung bringen. Denn seit jeher dient die Herzform doch als Symbol dieses Wohlgefühls und meine Begegnungen dieser Art sind zahlreich. Da ich die Fotografien auch veröffentliche, um meine Freude über das Gesehene mit anderen Menschen zu teilen, erreichte mich vor Kurzem eine liebevolle Nachricht einer Dame. Sie wünschte mir „viel Glück auf der Suche nach einem Zeichen von Liebe“ und brachte mich mit ihrer Formulierung zum Nachdenken. Denn mit „suchen“ hatten meine Aufeinandertreffen mit meiner Umgebung nichts zu tun und so formulierte ich meine Sicht darauf mit folgenden Worten:

„Nun, ich gehe nicht mit der Absicht hinaus, Herzförmiges oder andere Zeichen zu suchen. Sie ergeben sich ganz einfach unerwartet und springen mir sozusagen ins Auge. Ich möchte es so beschreiben: Mein Bedürfnis nach Bewegung bringt mich dazu, nach draußen zu gehen, und dann folge ich spontan meinem Wohlgefühl, das mir die Richtung weist. Nennen wir es Intuition.

Und so bin ich im Fluss mit mir und meiner Umwelt. Meine Achtsamkeit für die Details, meine Kinderaugen, die in allem das wundervolle sehen, und mein Wohlgefühl, das ausstrahlt, bringen mich dann in Resonanz mit meiner Umgebung und ich denke, diese antwortet mir dann in Form von Zeichen. Menschen tun es, wenn sie zurück lächeln oder manchmal sogar freundlich grüßen, obwohl wir uns vorher noch nie begegnet sind und Tiere kommen neugierig näher, obwohl sie eher scheu auf Menschen reagieren.

Wir gehen in Resonanz miteinander. Schwingen auf einer Welle. Tanzen miteinander auf dem Parkett des Lebens.

Vor ein paar Wochen hatte ich ein Erlebnis, das nun beispielhaft näher beschreiben soll, was es für mich bedeutet, sich dem Fluss des Lebens liebevoll hinzugeben.

Am 13. Juni 2021, meinem persönlichen Glückszahltag, machte ich mich auf den Weg, nachdem ich an diesem Vormittag mein Buch-Baby zur Veröffentlichung beim Verlag eingereicht hatte.

Meine Intuition, mein Wohlgefühl, führte mich zum Hafen, zu einem Hotel mit Aussichtsplattform. Oben angelangt sah ich aus der Ferne einen roten Teppich mit Menschen, die darum herumstanden und offensichtlich auf etwas warteten.

Ich ahnte bereits, dass es etwas mit partnerschaftlicher Liebe zu tun haben würde, kam neugierig näher und suchte mir etwas abseits einen Sitzplatz. Dann harrte ich der Dinge, die da kommen.

Schließlich wurde ich Zeuge eines Heiratsantrags und entschied spontan die Szenerie zu filmen, ohne ahnen zu können, dass die Menschen Herz-Kanonen abfeuerten und die vielen glänzenden, roten Herzen genau in meine Richtung, mir um die Ohren fliegen würden. Was für ein Spaß, was für eine Freude und was für eine Überraschung am Glückszahltag mit Buch-Freigabe. Unbezahlbar wundervoll.“

Alice Zumbé
Autorin & Geschichtenerzählerin

2 thoughts on “Der liebevolle Weg und warum ich mich nicht auf die Suche begebe

  1. Das ist wunderschön geschrieben.
    So im Fluss des Lebens zu stehen ist ein Geschenk, das ich auch kenne. Alles fühlt sich richtig an, man erlebt wunderschöne Momente, Stunden, Tage….
    Ich habe auf dem Weg auch schon schönes erlebt, z.B. mich von einem Ort angezogen gefühlt und dort einen Stein mit darin eingeschlossenen, versteinerten Pflanzenteilen gefunden….

  2. WOW, wie schön…ja, der Fluss des Lebens <3
    Es gibt auch in meinem Leben immer wieder mal solche Ereignisse, an denen man erst zweifelt, ob das jetzt nun wirklich sein kann und dann genießt man den Moment, der einem da wie vom Himmel geschickt wurde.
    Und was für ein Zufall finde ich. Ich fotografiere auch gerne, halte die Momente gerne fest, die ein Leuchten in meinen Augen erzeugen. Die Herzform in der natürlichen Umgebung hat es mir auch angetan. Ich suche es manchmal – nicht immer bewusst, aber es erscheint meistens nur, wenn man es nicht sucht.
    Danke für das Teilen Deiner wundervollen Geschichte.

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