A. Gruen: Warum sind wir so gerne gehorsam?

In seinen zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigte sich der schweizer Psychoanalytiker Arno Gruen (1923-2015) mit den psychologischen Ursachen und Voraussetzungen für Autoritätsgläubigkeit, Hass, Vernunft, Autonomie und Demokratie.
Im Alter von 91 Jahren verfasste er das Buch: „Wider den Gehorsam“. Nach Gruens Auffassung gefährdet Gehorsam die Demokratie und das Überleben der Menschheit. Der Kampf gegen den Gehorsam müsse nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit den Gefühlen ausgetragen werden, die dem verblendeten Gehorsam zuwiderliefen. Damit meint Gruen z.B. Empathie, unsere Fähigkeit, mitfühlend auf unsere Umwelt einzugehen.
Das Überleben des Menschen, so schreibt Gruen, hänge von unserer Fähigkeit ab, Mitgefühl und Liebe zu leben: „Mut, Herz und offenes Denken sind die Kräfte, die den Gehorsam besiegen.“
In einem Interview mit Deutschlandradio Kultur erzählt Gruen über Gehorsam und Empathie, warum eine sichere Eltern-Kind-Bindung so wichtig ist, über den Umgang mit Schmerz und warum manche Menschen andere unterdrücken bzw. zum Gehorsam zwingen.

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Antworten

  1. So war und so traurig. Und leider sehe ich nicht, dass aus den 1/3 empathischen Menschen mehr geworden sind. Coronazeiten wurde uns Empathie ja regelrecht ausgetrieben oder aberzogen. Und noch perfider: Wer gehorsam die Regeln befolgte, die selbst alles andere als empathisch waren, wurde als „solidarisch“ und “ sozial“ geadelt.