Poesie für die Seele 

Poesie für die Seele
 

Vor einiger Zeit traten die Fragen an mich: Was ist Würde …, wo ist der Platz für die Liebe und wo ist der liebevolle Umgang mit mir und meinem Selbst? Dann trat ich etwas zurück, ging in mich hinein und versuchte den Unklarheiten etwas Klarheit zu schenken.  

Viele Worte gingen durch meinen Kopf. Definitionen, denen ich im Verständnis in meinem täglichen Leben immer sehr viel Achtung schenkte, bekamen in den vielen verschiedenen Wörtern keine klare Bedeutung. So machte ich mir eine Gedankenwolke. Ich schrieb den Begriff „Würde“ auf ein Blatt Papier und schaute einfach drauf. Nach kurzer Zeit hatte ich das Gefühl, dass das Wort zu nah bei mir war. So erweiterte ich den Abstand zu diesem. Von der Ferne konnte ich das Wort „Würde“ besser erkennen. Die blaue Farbe, die ich für diese Buchstabenanordnung unbewusst gewählt hatte, kam zur Geltung und ich genoss es, das Wort „Würde“. So machte ich denselben Prozess mit dem Wort Liebe. Was mich mit einem Lächeln beflügelte, war der Begriff „Liebe“ in Grün. Liebe war mir eindeutig näher. Nun begann ich damit zu spielen und die beiden Begriffe an unterschiedlichen Orten im Raum zu verteilen, an die Wand und an die Decke zu kleben. Beide Kärtchen mit den Benennungen fanden den für sie bestimmten Ort. Viele Worte und auch Gefühle tauchten in mir auf und ich bemerkte, da ist noch etwas, was ich zu Papier bringen könnte. Daraus entstand ein Gedicht. Die Worte formten sich. Die Absätze entstanden. Einigen Leuten in meiner Umgebung zeigte ich es. In mir wurde es immer klarer und die Worte wurden zu Versen und schließlich zu dem Gedicht, das ich nun mit euch teilen möchte.  

Ich wünsche euch viele genussvolle Gefühle, in dem Zusammenhang, in dem die Worte aneinandergereiht wurden. 

 

Würde in Liebe oder Liebe in Würde?  

Die Liebe ist jung und verträumt. 
Sie sucht nach Blumenwiesen wie ein Schmetterling. 
Findet sie keine, erscheinen diese in ihren Gedanken, 
Und sie erfreut sich dabei. 

Die Würde geht gerade.  
Sie wirkt so unnahbar und schaut überlegt und stolz.
Die Würde ist unantastbar und ist überall.
Hat man sie gefunden, ist sie eine tolle Begleitung. 

Wie ein junges Pferd springt die Liebe herum.
Sie versetzt Berge und verrückt Täler.
Dann fällt sie hin und tut sich weh.
Nach außen wirkt die Liebe egoistisch. 

Gerade, mit leichten Kurven, ist der Weg der Würde.
Der Mantel der Macht hängt im Kasten und ist zum Greifen nah.
Dann geht sie in die Welt und erklärt wie‘s geht, 
und schon hat sie ihre eigene Würde verletzt. 

Wie die Pubertät scheint die Liebe, 
und die Eltern sind die Würde.
Muss die Liebe gezähmt werden?
Muss die Würde sich beugen?
Das kann nicht sein, dann gehen beide ein! 

Die Würde und die Liebe sind auf demselben Boden. 
Zusammen sind sie das Wachstum und der Dünger.
Ohne die Liebe keine Würde und ohne Würde keine Liebe. 

Markus Geiregger 

 

Dank dieser Worte sind einige Wolken verschwunden und Klarheit ist dadurch entstanden. 

Liebevolle Grüße  
 
Markus 

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Antworten

  1. Die Liebe ist der “Herzschlag” unseres Tuns
    Sie kann nur gespürt werden, wenn wir die Liebe wirklich leben.
    Die Würde ist der Behälter, den es abzuschätzen gilt, wieviel liebevolle Energie es braucht,
    dass man diese Kraft zum Überlaufen kriegt.
    Das ist der Moment, wenn der “Funken” überspringt.
    Die “Löcher im Eimer” sind das tägliche Leben – die Prüfungen.
    Sie brauchen daher die regelmäßige Aufmerksamkeit, sodass die Liebe nicht verlorengeht.

    1. Herzlichen Dank lieber Werner für Deine wunderbaren Worte!
      Wann ist er Wichtigste Moment im Leben…wie Du es so schön schreibst, jetzt.
      …regelmäßige Aufmerksamkeit, dass die Liebe sich entfalten kann…
      Vielen Dank und herzlich Willkommen bei liebevoll.jetzt
      Markus

    1. Lieber Alireza,
      ich bedanke mich für Deine Worte, welche Du in so schöne und achtsame Fragen formulieren vermagst und mit Gefühlen und Gedanken in Deinen persönlichen Ausdruck bringen kannst.
      Herzlich Markus

  2. Die Bilder, die Du mit Deinen Worten entstehen lässt, sind in mir ganz lebendig geworden beim Lesen.
    Ich kann sie sehen und spüre sie, die Würde, die aufrecht schreitet und betrachte sie aufmerksam, die unnahbar Scheinende, die Unantastbare, die wunder-volle Begleitung.
    Ich kann sie sehen und spüre sie, die Liebe auf den Schmetterlingswiesen, die wie ein Fohlen mit allen vier Beinen gleichzeitig in die Luft springt, übermütig ist und auch mal fällt und sich wehtut.
    Erinnerungen: an solche Stürze.
    Erinnerung: an erlebte Versuche, die Würde zu verletzen.
    Auch wie das passiert, hast Du so berührend in Worte gefasst.

    Ich folge Deinen Gedanken in die Fragen über das Zähmen und Sich-Beugen und freue mich an der Erkenntnis, die daraus wächst und mich erfüllt:
    “Ohne die Liebe keine Würde und ohne Würde keine Liebe. ”

    Danke von ganzem Herzen, Markus.

    1. Liebe Daniela,
      noch einmal in dieser Form, herzlichen Dank für Deine Poesie!
      Es ist wirklich wunderbar, wie Deine Worte auf dem Monitor direkt in mein Herz gelangen.
      Danke von Herzen
      Markus