Weil Veränderung bei uns selbst beginnt

Entwicklungs­parcours für Pädagogen

Du begleitest Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung. Doch wann hast du zuletzt deiner eigenen Entwicklung Raum gegeben?

Pädagogischer Alltag fordert uns. Wir möchten Kinder stärken, ihnen offen und wertschätzend begegnen, ihre Potentiale sehen und ihnen die Möglichkeit geben, sich zu entfalten. Und doch geraten wir selbst immer wieder an Grenzen:

  • Ein Verhalten triggert uns.

  • Ein Kind fordert uns besonders heraus.

  • Wir reagieren manchmal anders, als wir eigentlich möchten.
  • Wir funktionieren, obwohl wir längst spüren, dass etwas nicht mehr stimmig ist.

Wir begegnen Kindern nie nur mit unserem Fachwissen – sondern immer auch mit unserer eigenen Geschichte, unseren Erwartungen und Verwicklungen.

Genau hier setzt die Akademie für Entwicklungshilfe an, ein begleiteter Parcours, der von Prof. Dr. Gerald Hüther entwickelt wurde. 

Statt weiterer Methoden für den pädagogischen Alltag geht es darum, bei dir selbst zu beginnen: deine Erfahrungen, inneren Vorstellungen und das, was dein Denken, Fühlen und Handeln prägt, bewusster wahrzunehmen.

Du beginnst bei dir selbst – zu erkennen, zu hinterfragen, wahrzunehmen und neue Möglichkeiten zu entdecken. So kann sich auch dein Blick auf die Kinder und Jugendlichen, die du begleitest, verändern.

Sandra von der Akademie für KinderLiebe und Birgit von liebevoll.jetzt begleiten die Gruppe durch die einzelnen Räume, greifen die Impulse des Parcours auf und stellen immer wieder die Verbindung zum eigenen pädagogischen Alltag her.

Was löst das Verhalten bei mir aus?

Wir beginnen andere Fragen zu stellen:

Nicht, um perfekte Pädagogen zu werden. Sondern um bewusster im Umgang mit unseren Kindern und Jugendlichen zu sein.

Die 9 Räume deiner Entwicklungsreise

Du durchläufst die neun Räume des Entwicklungshelfer-Parcours und bringst die Erfahrungen immer wieder mit deinem eigenen pädagogischen Alltag in Verbindung.

Raum 1

Lebenslange Neuroplastizität – Vom Geht nicht zum Geht doch!

Veränderung ist möglich – ein Leben lang.
Du beschäftigst dich damit, wie Erfahrungen unser Gehirn und unser Denken, Fühlen und Handeln prägen und warum weder du noch die Kinder, die du begleitest, auf das festgelegt seid, was heute sichtbar ist. 

Für deine pädagogische Arbeit:
Was verändert sich, wenn du einem Kind nicht mit der Vorstellung begegnest „So ist es eben“, sondern mit der inneren Haltung: Entwicklung ist möglich?

Raum 2

Selbstorganisierte Strukturierung – Vom Suchen zum Finden

Wir alle haben im Laufe unseres Lebens Erfahrungen gemacht und daraus Vorstellungen entwickelt: über uns selbst, über andere Menschen und darüber, wie die Welt funktioniert.
Du beginnst wahrzunehmen, welche dieser inneren Vorstellungen heute dein pädagogisches Handeln beeinflussen. 

Für deine pädagogische Arbeit:
Welche Vorstellungen hast du darüber, wie Kinder lernen, sich verhalten oder entwickeln sollten – und woher kommen sie eigentlich?

Raum 3

Selbstorganisierte Strukturierung – Vom Finden zum Verwickeln

Manche unserer einst hilfreichen Vorstellungen werden irgendwann eng.
Erwartungen, Bewertungen, Anpassung und das Bedürfnis nach Kontrolle können dazu führen, dass wir den offenen Blick auf uns selbst und auf andere verlieren.

Für deine pädagogische Arbeit:
Wo siehst du wirklich das Kind – und wo siehst du vielleicht vor allem das Verhalten, das dich gerade stört?

Raum 4

Selbstbestimmte Befreiung – Von der Verwicklung zur Entwicklung

Erkennen allein verändert noch nicht alles.
In diesem Raum geht es darum, wieder neue Möglichkeiten zu entdecken, alte Muster zu verlassen und Erfahrungen zu machen, die Entwicklung ermöglichen.

Für deine pädagogische Arbeit:
Was brauchst du, um in herausfordernden Situationen nicht automatisch zu reagieren, sondern wieder bewusst entscheiden zu können?

Raum 5

Bei mir sein und mich erkennen – Wie möchte ich mir selbst begegnen?

Pädagogische Präsenz beginnt mit Selbstwahrnehmung.
Du richtest den Blick nach innen: auf deine Bedürfnisse, Gefühle, Grenzen und darauf, was dir wirklich wichtig ist.

Für deine pädagogische Arbeit:
Wie gut kannst du bei dir bleiben, wenn es um dich herum laut, emotional oder herausfordernd wird?

Raum 6

Bei dir sein und dich verstehen – Wie möchtest du deinem Gegenüber begegnen?

Erst wenn wir nicht mehr ständig mit uns selbst beschäftigt sind, können wir wirklich neugierig auf den anderen werden.
Dieser Raum lädt dazu ein, hinter Verhalten zu schauen und einem Menschen wieder unvoreingenommener zu begegnen. 

Für deine pädagogische Arbeit:
Was verändert sich, wenn du nicht mehr zuerst fragst: „Wie bekomme ich dieses Verhalten weg?“, sondern: „Was versucht mir dieses Kind gerade zu zeigen?“

Raum 7

Füreinander da sein – Wie wollen wir unser Zusammenleben gestalten?

Entwicklung geschieht in Beziehung.
Wir schauen darauf, wie ein Miteinander entstehen kann, in dem Menschen sich nicht gegenseitig klein machen, kontrollieren oder funktionalisieren, sondern einander stärken.

Für deine pädagogische Arbeit:
Welche Beziehungskultur möchtest du mit Kindern, Eltern und Kollegen wirklich leben?

Raum 8

Vom Habenwollen zum Verschenkenkönnen

Was geschieht, wenn wir nicht mehr ständig etwas vom anderen brauchen? Anerkennung. Anpassung. Bestätigung. Funktionieren.
Dieser Raum lädt dazu ein, die eigene Haltung gegenüber anderen noch einmal neu zu betrachten.

Für deine pädagogische Arbeit:
Kannst du einem Kind deine Aufmerksamkeit, dein Vertrauen und deine Erfahrung schenken, ohne dass es dafür erst so sein muss, wie du es dir wünschst?

Raum 9

Vom Sein zum Werden

Entwicklung ist niemals abgeschlossen. 
In diesem letzten Raum richtet sich der Blick nach vorn: auf Potentialentfaltung, Lebendigkeit und die Frage, wie wir unser Leben und unser Wirken immer wieder neu gestalten können.

Für deine pädagogische Arbeit:
Was könnte möglich sein, wenn du Kinder nicht als fertige Persönlichkeiten betrachtest, sondern als Menschen, die jeden Tag neu werden dürfen? Und wenn du dir selbst dasselbe zugestehst?

So läuft der begleitete Parcours ab

1.

Im eigenen Tempo

Du erkundest jeden Raum selbst und lässt die Impulse in Ruhe auf dich wirken.

2.

Gemeinsamer Austausch

Wir treffen uns online in einer festen Gruppe – rund zwei Stunden je Termin.

3.

Zwischen den Treffen

Kleine Wahrnehmungs- und Journalimpulse begleiten deinen Alltag mit Kindern, Eltern und Kollegen.

Im Austausch fragen wir nicht, was „richtig“ ist – sondern:
Was hat mich berührt? Was habe ich über mich erkannt? Wo entdecke ich mich in meinem Alltag wieder? Was möchte ich ausprobieren oder verändern?

Die Gruppe bleibt über den gesamten Parcours zusammen – so entstehen Vertrauen, Offenheit und ehrlicher Austausch. So wird aus einem Gedanken eine Erfahrung und aus einer Erfahrung allmählich eine neue Haltung.

Birgit Bild
Unbenannt 1 0000 Ebene 2 min

Begleitet von
Birgit und Sandra

Für wen ist der Entwicklungsparcours gedacht?

Für Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten – in Kita, Schule, Hort und anderen pädagogischen Arbeitsfeldern. Für Erzieher, pädagogische Fachkräfte, Lehrer, Sozialpädagogen, Schulbegleiter, Menschen mit Leitungsverantwortung und alle, die spüren:
Ich möchte nicht nur wissen, wie gute pädagogische Begleitung aussehen könnte.
Ich möchte sie immer mehr selbst verkörpern.

Du brauchst dafür keine perfekten Voraussetzungen. Aber die Bereitschaft, dich selbst ehrlich anzuschauen, neugierig zu bleiben und dich auf deinen eigenen Entwicklungsprozess einzulassen.

Nicht noch eine Methode. Eine Einladung.

Was du hier nicht bekommst

  • Zehn Schritte für „schwierige Kinder“
  • Patentrezepte
  • Eine Vorgabe, wie du sein musst

Wozu er dich einlädt

  • Herauszufinden, wer du bist
  • Zu verstehen, was dich geprägt hat
  • Zu entscheiden, wie du jungen Menschen künftig begegnen möchtest

Vielleicht beginnt die größte Veränderung in unseren Bildungseinrichtungen nicht mit einem neuen Konzept, sondern dort, wo ein Mensch bereit ist, sich selbst zu entwickeln.

So kannst du dabei sein

Die nächsten begleiteten Gruppen sind für 2027 geplant. Da wir bewusst mit einer überschaubaren, festen Gruppe arbeiten, sind die Plätze begrenzt.

Wenn du spürst, dass dieser Weg dich anspricht, kannst du dich bereits jetzt unverbindlich für 2027 vormerken lassen. Sobald die neuen Termine und alle weiteren Informationen feststehen, erfährst du als einer der Ersten davon.

Vielleicht ist das hier nicht die nächste Fortbildung, die du besuchst.

Vielleicht ist es der Beginn einer Entwicklungsreise, die verändert, wie du dich selbst, Kinder und pädagogische Beziehung siehst.

Vormerken für 2027